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Kompakte Akku-Bohrschrauber im Test

Sensibilitätstest

Wir schrauben Gipskartonplatten auf Fichtenholzbalken. Das soll zeigen, wie fein die Drehmomentstufen abgestimmt sind. Üblich sind um die 20 Stufen plus Bohrmodus. Bei mittlerer Stellung (Stufe 8 bis 11) erzielen wir mit den meisten Geräten bei Gipskarton die besten Ergebnisse. Der Schraubenkopf der Schnellbauschrauben ist ordnungsgemäß – nämlich flächenbündig – versenkt, ohne den Karton zerstört zu haben.

Die Akku-Bohrschrauber können in dieser Disziplin mit speziellen Schnell- oder Trockenbau-Schraubern nicht mithalten. Wer sie für die Gipskartonplattenmontage verwenden möchte, sollte einen Tiefenanschlag einsetzen. Nur damit lassen sich die Platten technisch korrekt in angemessener Zeit verarbeiten.

Zwei Schrauber weichen hier übrigens von der Norm ab. Der Akku-Bohrschrauber von Mafell hat nur 11 Drehmomentstufen. Für die Schnellbauschrauben ist bei ihm Stufe 2 schon mehr als ausreichend. Bei der Entwicklung hatte man offenbar die Anforderungen von Zimmerleuten und Dachdeckern im Blick – mit ihren größeren Schrauben.

Auch ein anderer Testkandidat überrascht in dieser Disziplin: Der Akku-Bohrschrauber von Milwaukee. Er kann zwar mit 18 Drehmomentstufen aufwarten. Doch schon bei Stufe 1 versenkt er die Schnellbauschraube gnadenlos im Gipskarton. Hier ist die Feinabstimmung etwas grob geraten.

Ein gutes Beispiel liefert der Akku-Bohrschrauber von Festool. Sein Drehmoment von maximal 35 Nm im weichen Schraubfall ist über das 25-stufige Wählrad im ersten Gang auf 0,8 bis 8,0 Nm eingegrenzt. Damit sind äußerst filigrane Schraubarbeiten möglich. Möbelbauer werden es lieben.

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